Zirl, 10.03.2026
EINLADUNG zur Informationsveranstaltung
zum Bebauungsplan B117 Projekt “FRIEDA”
Die Veranstaltung findet am
Dienstag, 10. März 2026 um 18:00 Uhr
im B4 – Saal Martinswand, Bahnhofstraße 4, 6170 Zirl
Bei diesem Termin sollen die Grundlagen und Inhalte des vom Gemeinderat beschlossenen Bebauungsplans vorgestellt sowie die Hintergründe des Projekts erläutert werden. Laut Einladung stehen dabei auch der Bürgermeister, der Obmann des Raumordnungsausschusses sowie die Projektbetreiber für Fragen zur Verfügung. Bei Bedarf soll zusätzlich ein raumordnungsfachlicher Berater anwesend sein.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben bei dieser Veranstaltung die Möglichkeit, sich über das Projekt zu informieren und Fragen zu stellen.
Den vollständigen Einladungstext der Gemeinde finden Sie im folgenden Dokument.
Presseberichte zum Großbauprojekt
ORF Tirol
Hartnäckigen Widerstand gibt es gegen einen geplanten Gebäudekomplex im Ortskern von Zirl (Bezirk Innsbruck-Land). Gegner des Projekts sprechen wegen der Dimensionen von einem „Koloss“. Kritisiert wird auch, dass die geplanten Wohnungen ausschließlich frei finanziert sind.
Rundschau
ein Bereicht von Gebi G. Schnöll
Rundschau
Liste „Zukunft Zirl – ÖVP“ fordert, Pläne nochmals zu überdenken und zu diskutieren
ein Bericht von Gerog Larcher
Mein Bezirk
Zensur-Eklat um Bauprojekt „Frieda“ in Zirl
Tiroler Tageszeitung
ein Bericht von Renate Perktold
Rundschau
In Zirl regt sich Widerstand gegen eine von einem privaten Investor geplante Wohnungs- und Geschäftsanlage
ein Bericht von Gebi G. Schnöll
Mein Bezirk
Projekt „FRIEDA“ präsentiert
ein Bericht von Georg Larcher
Information zur Auswertung der Petition
Die Petition wurde am 17. Dezember 2025 um 11:30 Uhr an die Gemeinde Zirl übergeben, da am 18. Dezember 2025 um 18:00 Uhr die Gemeinderatsversammlung im B4 in Zirl stattfindet, in deren Rahmen dieses Thema behandelt wird.
Bis zu diesem Zeitpunkt wurden insgesamt 571 Unterschriften gesammelt:
- 538 Online-Unterschriften
- 33 Unterschriften über eine klassische Unterschriftenliste von Personen, die nicht online teilnehmen konnten oder wollten
Von den insgesamt gesammelten Unterschriften stammen 410 Unterstützungen von Bürgerinnen und Bürgern aus Zirl, die sich bis zu diesem Zeitpunkt der Petition angeschlossen haben.
Zur Information und Aktivierung der Bevölkerung wurden umfangreiche Informationsmaßnahmen gesetzt:
- Über 950 Haushalte in Zirl wurden mit Informationsflyern versorgt → Teilnahme an der Online-Petition war über einen QR-Code möglich
- Bei einer Veranstaltung in Zirl wurden zusätzlich rund 200 Flyer erfolgreich verteilt
- Darüber hinaus wurden weitere Flyer im Ortsgebiet von Zirl ausgegeben
Aufgrund des begrenzten Zeitrahmens war es leider nicht möglich, alle Haushalte in Zirl mit einem Flyer zu versorgen. Daher wurde zusätzlich ausdrücklich über verschiedene Medien über die Petition informiert, um möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zu erreichen.
Die hohe Beteiligung und die breite Streuung der Informationen verdeutlichen das große Interesse sowie die breite Unterstützung innerhalb der Zirler Bevölkerung.
Zusätzlich wurde in der Gemeinderatssitzung vom 17.12.2026 die Abgabe der Petition kurz thematisiert, was im Protokoll auf Seite 20 nachgelesen werden kann.
Gemeinderatssitzung Niederschrift vom 18.12.2025
Nachfolgend möchten wir auf einige Punkte hinweisen, die im Zusammenhang mit den geplanten Maßnahmen besonders relevant sind.
Seite 12 – Finanzierung des Infrastrukturprogramms 2026 Im Protokoll wird festgehalten, dass für das Infrastrukturprogramm Gesamtkosten von 1.977.000 € vorgesehen sind. Die Finanzierung soll unter anderem durch eine Darlehensaufnahme in Höhe von 1.250.000 €, durch Mittel aus dem Gemeindeausgleichsfonds, durch Mittel aus der laufenden Wirtschaftsführung sowie durch den Verkauf einer Gemeindeliegenschaft (Gebäude gegenüber der Gemeinde – „gelbes Haus“) und eines Grundstücks in Eigenhofen erfolgen.
Seite 13 – Investive Gebarung / Investitionen Hier wird auf der Einnahmenseite ebenfalls festgehalten, dass Grundstücksverkäufe sowie Kapitaltransfers und Förderungen (z. B. aus Wasser- und Kanalanschlussgebühren, Breitbandförderung LWL Call 4, Leitungsinformationssystem, Eislaufplatz, PV-Anlage sowie KIP-Mittel) zur Finanzierung der Investitionen beitragen sollen.
Seite 15 – Zitat: "Das Grundstück gegenüber dem Gemeindeamt soll 2026 verkauft werden und wenn das Projekt Frieda umgesetzt wird".
Seite 21 – Beschluss Projekt Frieda
Wir empfehlen allen Interessierten, das Protokoll der Gemeinderatssitzung vollständig zu lesen, um sich ein eigenes Bild zu machen.
HINWEIS:
Aus dem Protokoll geht hervor, dass der Verkauf der Gemeindeliegenschaft (Gebäude gegenüber der Gemeinde – „gelbes Haus“) als Teil der Finanzierung für Investitionen im Bereich der Infrastruktur vorgesehen ist. Im Protokoll wird jedoch nicht erwähnt, dass der Verkauf dieser Liegenschaft eine Voraussetzung dafür ist, damit der Bau des Projekts „Frieda“ überhaupt umgesetzt werden kann.
Turm mit Erdgeschoss und zusätzlichen vier Stockwerken darüber – mit einer Gesamthöhe von über 16,70 Metern. Mit PV Anlage 17,25 Metern.
Das geplante Bauvorhaben ist zu groß, zu dicht und zu laut. Es nimmt den Anwohnerinnen und Anwohnern Licht, Sonne und Ruhe, überlastet die ohnehin knappen Parkmöglichkeiten und verändert das gewachsene Ortsbild massiv.